Cordes & Graefe

Textile Fassadengestaltung für ein bestehendes Gebäude

Für die Cordes & Graefe Stade KG realisierte Hillebrandt eine neue Textilfassade an einem bestehenden Gebäude. Auf einer Fassadenfläche von rund 240 m² entstand eine individuelle Lösung mit dem Fassadensystem Schüco FACID 65 und großformatigen, digital bedruckten Gewebeflächen. Die besondere Herausforderung lag im Bauen im Bestand: Die neue Fassadenkonstruktion musste exakt auf die vorhandene Gebäudestruktur abgestimmt und sicher in dieser verankert werden. Das Ergebnis verbindet eine technisch durchdachte Befestigungslösung mit einer markanten, modernen Außendarstellung.

Projektbeschreibung

Eine neue Fassade für ein bestehendes Gebäude stellt andere Anforderungen als eine Fassadenplanung im Neubau. Vorhandene Bauteile und Tragstrukturen müssen berücksichtigt und die neue Konstruktion präzise auf die baulichen Gegebenheiten abgestimmt werden. Genau darin lag eine der zentralen Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen Textilfassade für Cordes & Graefe in Stade. Für die sichere Befestigung der Fassadenkonstruktion waren Betonbohrungen durch die vorhandenen Waschbetonplatten bis zu den dahinterliegenden Stahlbetonstützen erforderlich.

Auf dieser Grundlage entstand eine rund 240 m² große Textilfassade mit Schüco FACID 65. Das Fassadensystem ermöglicht eine präzise Spannung des Gewebes und schafft eine klare, hochwertige Oberfläche. Einen besonderen gestalterischen Akzent setzen die großformatigen, mehrfach verschweißten Gewebeflächen mit Digitaldruck.

Damit übernimmt die textile Gebäudehülle nicht nur eine architektonische Funktion. Der Digitaldruck macht die Fassade gleichzeitig zum großflächigen visuellen Gestaltungselement und verleiht dem Bestandsgebäude einen neuen, eigenständigen Auftritt.

Das Projekt zeigt exemplarisch, welche Möglichkeiten textile Fassadensysteme bei der Modernisierung bestehender Gebäude bieten: Vorhandene Bausubstanz kann erhalten und gleichzeitig mit einer modernen, individuell gestalteten Gebäudehülle deutlich aufgewertet werden.

Besondere Herausforderungen

Bauen im Bestand erfordert individuelle Lösungen. Die vorhandenen Waschbetonplatten konnten nicht einfach als Befestigungsgrund für die neue Fassadenkonstruktion genutzt werden. Die Verankerung musste durch die bestehende Fassadenebene hindurch bis zu den tragenden Stahlbetonstützen geführt werden.

Entscheidend war deshalb eine Lösung, die die baulichen Rahmenbedingungen des Bestands berücksichtigt und gleichzeitig die Grundlage für eine präzise ausgeführte textile Fassade schafft. Gerade bei solchen Aufgaben zeigt sich die Stärke von Hillebrandt: technische Anforderungen frühzeitig erfassen, konstruktiv durchdenken und in eine projektspezifische Fassadenlösung übersetzen.

Daten / Fakten

Bauherr:
Cordes & Graefe Stade KG
Architekt:
Kettler + Margenburg Architekten
Partnerschaftsgesellschaft mbB, Stade
Bauzeit:
April – Mai 2026
Fassadenfläche:
ca. 240 m²
Besonderheiten:
Textilfassade an einem bestehenden Gebäude, Befestigung durch die vorhandenen Waschbetonplatten bis an die Stahlbetonstützen sowie großformatige, mehrfach verschweißte Gewebeflächen mit Digitaldruck.
Zum Einsatz kamen:
Schüco FACID 65 aus mehrfach verschweißten Gewebeflächen mit Digitaldruck.

Statement

„Das Projekt Cordes & Graefe zeigt, wie sich bestehende Gebäude mit einer individuell entwickelten Textilfassade technisch und gestalterisch neu positionieren lassen. Gerade die konstruktiven Anforderungen im Bestand verlangen präzise Lösungen und Erfahrung im Detail. Das Ergebnis verbindet eine sichere Konstruktion mit einer modernen und weithin sichtbaren Fassadengestaltung.“
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